Noch Fragen?
Kontaktieren Sie uns einfach

Terminvereinbarung
online möglich

Tun Sie den ersten Schritt,
lassen Sie sich beraten.

Schwerpunktpraxis für
Schlafstörungen

Alles Wissenswerte über
Allergien und Schlafstörungen

Schwerpunktpraxis für
Nahrungsmittelallergien

Wir bieten speziell auf Sie abgestimmte
Behandlungskonzepte

Wir behandeln Allergien
und Schlafstörungen

Nahrungsmittel Intoleranz

Leide ich an einer Nahrungsmittel Intoleranz? 

Bei Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Gewichtszunahme, Verstopfung oder Durchfall, denken viele Menschen natürlich zuerst an Verdauungsstörungen oder eine Erkrankung des Magen-Darm-Traktes. Häufig ist aber eine Lebensmittelintoleranz oder Pseudoallergie, selten auch eine echte Lebensmittelallergie die Ursache. Während eine Allergie eine Reaktion des Immunsystems ist, die bestimmte Eiweiße als Eindringling bekämpft, ist bei einer Nahrungsmittelintoleranz oder -unverträglichkeit der Organismus nicht in der Lage bestimmte Nahrungsmittelbestandteile zu verdauen oder zu verwerten. Die Folge ist, dass der Magen-Darm-Bereich, manchmal auch erst mit einiger Verzögerung, rebelliert. Allergien können dagegen sofort und akut zu Hautausschlägen, Atemnot und im schlimmsten Fall sogar zum Kreislaufzusammenbruch führen.

Echte Nahrungsmittelallergien sind sehr selten und werden meistens schon im Kindesalter diagnostiziert. Nur etwa 2% der Bevölkerung sind betroffen. Nahrungsmittelintoleranzen sind dagegen bei 50-80% der Menschen zu finden.

Typische Beschwerden bei einer Lebensmittelintoleranz! 

 Die Symptome sind bei allen Nahrungsmittelintoleranzen oft ähnlich:

  • Blähungen mit oder ohne Flatulenz (Abgehen von Winden)
  • Durchfall
  • Fettstuhl
  • Verstopfung
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe
  • Blähbauch, Leibschmerzen mit gespannter Bauchdecke (Druckempfindlichkeit)
  • Entwicklungsstörungen (bei Kindern)
  • Heißhunger auf Süßes
  • Hypoglykämie (Unterzucker)
  • Zungenbrennen, Anschwellen der Lippen
  • Herzrasen
  • Kopfschmerzen, Schwindel
  • Zittern, Blässe, Schwitzen
  • Flush (Rötungen im Gesicht und am Hals)

Welche Lebensmittelintoleranzen gibt es eigentlich?

Laktoseintoleranz oder Milchzuckerunverträglichkeit:

Bei einer Laktoseunverträglichkeit kann der mit der Nahrung aufgenommene Milchzucker (Laktose) nicht oder nur unzureichend im Dünndarm verdaut und aufgenommen werden. Das für den Abbau der Laktose zuständige Enzym Laktase, wird bei dieser Erkrankung nicht oder in nicht ausreichender Menge gebildet. In der Folge gelangt die unverdaute Laktose in den Dickdarm und wird von den dort vorhandenen Bakterien vergoren. Die hauptsächlich gasförmigen Gärprodukte, wie Wasserstoff, Kohlendioxid oder Methan führen zu den bekannten Symptomen, wie Völlegefühl, Blähungen, Trommelbauch, schmerzhafte Bauchkrämpfe, Durchfälle und Übelkeit. Auch unspezifische Beschwerden, wie Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen und Konzentrations- oder Schlafstörungen, können von einer Milchzuckerunverträglichkeit verursacht sein.

Die Laktoseintoleranz ist keine Allergie, sondern eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, die durch einen Enzymmangel verursacht wird. Sie ist nicht zu verwechseln, mit der deutlich selteneren Kuhmilchallergie, bei der das Immunsystem auf die Eiweiße in der Kuhmilch überschießend reagiert.

Man unterscheidet in primäre (angeborene oder hereditäre) und sekundäre (erworbene) Formen der Laktoseintoleranz. Eine sekundäre Laktoseintoleranz tritt als Folge einer anderen Erkrankung, wie z.B. Zölliakie, Morbus Crohn oder Entzündungen der Dünndarmschleimhaut auf und ist nach Regenerierung der Darmschleimhaut reversibel. Die primäre, also angeborene Laktoseintoleranz ist in der Entwicklung des Menschen eigentlich der Normalzustand. Ursprünglich konnten die Menschen nur in der Stillzeit Milchzucker gut verdauen. Ab dem zweiten oder dritten Lebensjahr fällt die Laktaseaktivität stark ab. In Ländern in denen traditionell Milchwirtschaft betrieben wurde, hat sich eine genetische Veränderung durchgesetzt, die bewirkt, dass die Laktaseaktivität lebenslang hoch bleibt. In Deutschland sind das ca. 85% der Bevölkerung. Mit der Durchführung eines Gentests können Sie abklären, ob Sie diese schützende Genvariante tragen. Bei allen anderen, in Asien sind das immerhin über 90% der Bevölkerung, nimmt die Fähigkeit Milchzucker zu verdauen im Lauf des Lebens rasch ab. Dies reicht von einer völligen Unverträglichkeit bis hin zu leichteren Formen, wo bis zu 10 g Laktose pro Tag beschwerdefrei vertragen werden. Da die primäre Laktoseintoleranz nicht heilbar ist, besteht die einzige Behandlungsmöglichkeit in einer Ernährungstherapie. Zunächst sollte ca. 4-6 Wochen völlig auf Milchprodukte verzichtet werden, um die Beschwerden abklingen zu lassen. Durch langsames Steigern kann dann die individuell verträgliche Menge an Milchprodukten ausgetestet werden. 

Fruktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption:    

Fruchtzucker (Fruktose) ist eine Zuckerart, die vor allem in Obst, Obstsaft, Honig und auch einigen Gemüsesorten steckt. Bei einer Unverträglichkeit von Fruktose muss man zwischen einer genetisch bedingten, angeborenen Fruktoseintoleranz (hereditäre Fruktoseintoleranz) und einem Fruktosetransportdefekt (Fruktosemalabsorption) unterscheiden. Man schätzt, das 30-40% der europäischen Bevölkerung unter einer Fruktosemalabsorption leiden, während die genetisch bedingte Fruktoseintoleranz vergleichsweise selten vorkommt. Es ist möglich, dass Menschen mit diesem Gendefekt geboren werden, die Krankheit aber nicht ausbricht. Die Träger können den Gendefekt aber weitervererben.

Normalerweise wird der Zucker von den Dünndarmzellen aufgenommen und in den Körper weitergeleitet. Bei einer Fruktosemalabsorption ist dieses Transportsystem aufgrund einer Fehlfunktion eines Transportproteins (GLUT-5) gestört. Fruktose aus der Nahrung kann nicht oder nur sehr begrenzt aufgenommen werden und wandert so weiter in den Dickdarm, wo sie von Bakterien zu Wasserstoff (H2), Kohlenstoffdioxid und Methan abgebaut wird. Diese Abbauprodukte verursachen im Wesentlichen die oben genannten Beschwerden.  Die Behandlung erfolgt durch die Reduktion, bzw. den Verzicht auf Nahrungsmittel, die Fruktose oder den Zuckeraustauschstoff Sorbit enthalten. Nachdem die Beschwerden verschwunden sind, können langsam wieder fruktosehaltige Lebensmittel, der persönlichen Toleranzgrenze folgend, gegessen werden.

Im Gegensatz dazu fehlt bei einer angeborenen Fruktoseintoleranz (Mutation im ALDOB-Gen) ein bestimmtes Leberenzym, dass für den Abbau von Fruktose zuständig ist. Die Fruktoseintoleranz manifestiert sich meisten das erste mal bei Säuglingen nach dem Abstillen. Da Muttermilch keine Fruktose enthält, bekommen Babys dann das erst mal fruktosehaltige Kindernahrung. Es kann zu lebensbedrohlichen Zuständen, mit ausgeprägten Unterzuckerungen, Erbrechen, Schweißausbrüchen, Krampfanfällen und Lethargie kommen. In der Folge entwickeln Kinder oft eine starke Abneigung gegen Süßes, so dass die Fruktoseintoleranz zunächst oft unentdeckt bleibt. Da eine angeborene Fruktoseintoleranz nicht heilbar ist, muss lebenslang darauf geachtet werden, keine fruktose- saccharose- und sorbithaltigen Lebensmittel zu essen.

 

Histaminintoleranz oder Histamine:

Histamin ist ein sogenanntes biogenes Amin, das in menschlichen, tierischen aber auch pflanzlichen Gewebe vorkommt. Es ist somit in fast allen Nahrungsmitteln enthalten. Im menschlichen Körper hat dieser Botenstoff vielfältige Aufgaben. Er wirkt gefäßerweiternd und damit blutdrucksenkend, er stimuliert die Magensaftproduktion und ist als Neurotransmitter beim Schlaf-Wach-Rhythmus, der Lernfähigkeit und Appetitregulation aktiv. Hat das Histamin seine Arbeit erledigt oder wurde zu viel Histamin über die Nahrung aufgenommen, wird es durch das Enzym Diaminoxidase (DAO), das in der Darmschleimhaut produziert wird, abgebaut. Man spricht von einer Histamin-Abbaustörung oder Histaminose, wenn der Organismus mit mehr Histamin belastet wird, als er abbauen kann. Es treten Symptome auf, die einer allergischen Reaktion sehr ähnlich sind (Pseudoallergie): Schnupfen, rinnende Nase, Husten, Atemnot, Hautausschläge, Flush (Rötungen am Kopf und Hals), Übelkeit, Verdauungsbeschwerden oder Kopfschmerzen. In Deutschland sind etwa 1-3 % der Bevölkerung von einer Histaminintoleranz betroffen, 80% davon sind Frauen.

Ursächlich für die Histaminintoleranz ist hauptsächlich ein Mangel des entscheidenden Abbauenzyms DAO. Zur Diagnose werden im Labor der Histamin- und der DAO-Spiegel bestimmt und beide Werte zueinander in Relation gesetzt. Um lebenslange Diäten zu vermeiden, sollte bei einem nachgewiesenen DAO-Mangel geklärt werden, ob es sich um einen primär, genetisch bedingten oder um einen sekundär verursachten DAO-Mangel handelt. Eine häufige Ursache für einen sekundären DAO-Mangel sind entzündliche Darmerkrankungen, aber auch Alkohol und bestimmte Medikamente können die Enzymaktivität der DAO vermindern. Wird diese Ursache beseitigt, ist die Histamin Intoleranz meist reversibel. Wurde ein primärer, genetischer DAO-Mangel nachgewiesen, müssen Histamin reiche Nahrungsmittel gemieden werden. Histamin kommt in großen Mengen vor allem in fermentierten Lebensmitteln, wie Käse, Wein oder Sauerkraut vor. Weitere problematische Lebensmittel sind Fisch, Tomaten, Erdbeeren, Zitrusfrüchte und geräucherte Fisch-und Fleischprodukte, sowie Fertiggerichte. Der Histamingehalt steigt meist mit der Lagerdauer. Histamin kann weder durch Tiefkühlen noch durch Erhitzen zerstört werden.

Hinzu kommt, dass allergische Reaktionen (z.B. Heuschnupfen, Schimmelpilzallergie) schlagartig große Mengen körpereigenes Histamin freisetzen, die sich mit dem aus der Nahrung aufgenommenen Histamin addieren.

Zöliakie (Gluten-Intoleranz):

  

Einen Spezialfall stellt die Zöliakie dar. Es handelt sich hier um eine Autoimmunerkrankung, deren Ursache eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Bestandteile im Getreide ist. Bei dieser Erkrankung löst das Gluten ("Klebereiweiß") eine chronische Entzündung und Schädigung der Dünndarmschleimhaut aus. In der Folge bilden sich die Darmzotten zurück und bestimmte Nährstoffe können nur unzureichend aufgenommen werden. Es kommt zu einer Mangelernährung. Aufgrund der Zerstörung der Darmschleimhaut leiden viele Zöliakie-Patienten zusätzlich auch an einer Laktoseintoleranz.

Häufige Symptome der Zöliakie sind:

  • Kleinwüchsigkeit, Wachstumsverzögerung bei Kindern
  • Gewichtsabnahme, kindliche Gedeihstörung
  • Vorgewölbter Bauch
  • Appetitlosigkeit
  • Durchfall und Blähungen
  • Erbrechen
  • Reizdarmsyndrom
  • Müdigkeit, eingeschränkte Leistungsfähigkeit
  • Depression
  • Spröde, blasse  Haut
  • Folsäure-Mangel
  • Anämie
  • Ödeme
  • Vitamin D- und Calcium-Mangel, Osteoporose

Zöliakie ist die häufigste Ursache bei Wachstums- und Gedeihstörungen bei Kindern und Jugendlichen.

Eine ursächliche Behandlung der Zöliakie gibt es nicht. Folgende Getreidesorten und Lebensmittel, die diese enthalten müssen daher komplett aus der Ernährung ausgeschlossen werden:

  • Weizen
  • Gerste
  • Dinkel
  • Hafer
  • Roggen

 Eine Glutenunverträglichkeit erfordert eine strikte lebenslang einzuhaltende Diät. Nur dann kann sich die Darmschleimhaut wieder aufbauen

 

Alkoholintoleranz:

Bei der krankheitsbedingten Alkoholunverträglichkeit ist der Alkoholabbau im Blut aufgrund eines genetische Defektes erheblich verlangsamt. In Europa ist die genetisch bedingte Alkoholintoleranz sehr selten, kommt aber in weiten Teilen Asiens sehr häufig vor. Über einen Bluttest kann dieses Gen leicht identifiziert werden. Eine Intoleranz gegenüber Alkohol zeigt sich durch Gesichtsrötung oder -schwellung (flush), Herzrasen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder auch Muskel- und Gliederschmerzen.

 

Wie kann man eine Nahrungsmittelintoleranz feststellen?

Um einen ersten Überblick zu gewinnen, bieten wir in unserer Praxis Schnellteste für Milchallergie und für Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) an.

Bei einer Laktoseintoleranz oder einer Fruktosemalabsorption ist eine Wasserstoff-Atemtest (H2-Test) ein etabliertes und aussagekräftiges Testverfahren. Bei beiden Erkrankungen entsteht Wasserstoff als Abbauprodukt, der in der Atemluft nachgewiesen werden kann.

Neben den konventionellen Bluttesten und Urintesten, bieten wir auch mehrere innovative genetische Diagnose-Verfahren an:

Bei einer angeborenen Fruktoseintoleranz kann die Aufnahme von Fruktose zu lebensbedrohlichen Zuständen führen, weshalb hier eine genetische Abklärung durch einen Gentest sicheren Aufschluss über die Erkrankung bieten kann.

Das gleiche gilt für eine primäre (angeborene) Laktoseintoleranz, auch hier kann über eine genetische Bestimmung, ohne Laktose-Belastung, der Laktasemangel sicher festgestellt werden.

Um unnötige lebenslange Diäten zu vermeiden, sollte bei einer Histaminintoleranz über einen Gentest geklärt werden, ob es sich um einen genetisch bedingten DAO-Mangel handelt. Eine Aktivitätsmessung des ebenfalls Histamin abbauenden Enzyms HNMT ist nicht möglich. Ein HNMT-Mangel kann aber über einen genetischen Nachweis erfolgen.

Gentest bei genetisch bedingter Alkohlunverträglichkeit.

Wir bieten Ihnen hierzu eine ausführliche genetische Beratung und führen die entsprechenden genspezifischen Testungen, in Zusammenarbeit mit unserem Fachlabor, bei uns in der Praxis durch.

Lesen Sie auch: Nahrungsmittelallergien, Diagnose und Therapie

 

Diagnosepraxis im Arabellahaus

Dr. B. Kada Benotmane

Arabellastr. 5 | 1. OG  Praxis 112
81925 München

  089 - 92 33 45 45

  089 - 92 33 45 46

FAX 089 - 92 33 45 47

  0170/2137784
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Öffnungszeiten

 

Mo     08.00 -  13.00 Uhr

Di      geschlossen

Mi      14.00 - 18.00 Uhr

Do     08.00 - 18.00 Uhr

Fr     08.00 - 15.00 Uhr

nur nach Vereinbarung

Kontaktieren Sie uns

 

 

Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren.

Wir beantworten gerne ihre Fragen.

Kontakt