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Was ist das Reizdarm-Syndrom - Bin ich betroffen?

Das Reizdarm Syndrom (engl. "irritable bowel syndrom" - IBS) ist ein Krankheitsbild, das durch chronische Bauchschmerzen oder Unwohlsein, sowie Stuhlunregelmässigkeiten charakterisiert ist, ohne den Nachweis einer organischen Ursache. In den USA ist das IBS oder Reizdarm Syndrom nach Erkältungskrankheiten die häufigste Ursache für einen Arbeitsausfall. Etwa 5-15% (je nach Diagnosekriterien) der Erwachsenen haben typische Beschwerden. Dennoch beansprucht nur kaum ein Drittel der Erkrankten ärztliche Hilfe. Statistisch ist für Frauen ist die Wahrscheinlichkeit einen Reizdarm zu entwickeln deutlich erhöht, ca. 70% der Reizdarm-Patienten sind Frauen.

Patienten, die an Reizdarm leiden berichten über ein sehr breites Spektrum an Beschwerden: Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Völlegefühl, Stuhlunregelmäßigkeiten, verstärkte Flatulenz (Abgang von Darmwinden), das Gefühl der unvollständigen Darmentleerung, erkennbarer Schleim beim Stuhlgang, Darmgeräusche, Reizblase oder häufiger Harndrang, häufig verbunden mit Müdigkeit. Selten treten auch Muskelschmerzen (Fibromyalgien) auf.

Über die Ursache des Reizdarm-Syndrom und damit die Frage warum manche Menschen betroffen sind und andere nicht ist noch wenig bekannt. Eine einfache Infektion oder Ähnliches kann jedoch als Ursache ausgeschlossen werden. Eine mögliche Rolle spielt dabei die „Feineinstellung“ des Darmnervensystems. Doch wodurch diese „Feineinstellung“ verändert wird ist weitgehend unbekannt. Es gibt jedoch Faktoren, die zur Entstehung des Reizdarm-Syndroms beitragen können:

  • Genetische Faktoren
  • Schwere Darminfekte (z.B. Salmonellen, Lambien, EHEC-Bakterien)
  • Negativer Stress und andere psychische Faktoren
  • Gestörte Darmflora
  • Fehlbesiedelung des Dünndarms, der normalerweise kaum Bakterien enthält
  • Ernährungseinflüsse
  • Umwelteinflüsse in der Kindheit
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Allergien oder Intoleranzen) können ein Reizdarm-Syndrom auslö Dabei ist es oft nicht leicht festzustellen, ob eine begleitende Unverträglichkeit vorliegt, die die Reizdarm-Beschwerden nur verstärkt oder ob die Unverträglichkeit selbst die Beschwerden verursacht.

Die Diagnose Reizdarm-Syndrom, gemäß den Rom-III-Kriterien, kann gestellt werden, wenn der Patient seit sechs Monaten an Darmstörungen leidet und an mindestens drei Monaten innerhalb eines Jahres Schmerzen oder Unwohlsein im Bauch oder im Unterleib verspürt hat, die mit Blähungen, Druck- und Völlegefühl und Stuhlunregelmäßigkeiten (Durchfall, Verstopfung) einhergingen. Die Zeitangaben dienen hier dazu das Reizdarm-Syndrom von akuten Magen-Darm-Problemen abzugrenzen, die jeder hin und wieder erduldet.

Da die Krankheitszeichen beim Reizdarm-Syndrom sehr unspezifisch und vielfältig sind, müssen zunächst andere organische Erkrankungen durch entsprechende Untersuchungen ausgeschlossen werden. Die Basisabklärung umfasst abhängig von den Beschwerden folgende Labordiagnostik und Tests:

  • Blutbild
  • Entzündungsparameter
  • Stuhluntersuchung auf Parasiten
  • Schilddrüsenfunktion
  • Zölliakieserologie
  • Wasserstoff-Atemtests 

Da die eigentlichen Ursachen des Reizdarm Syndroms noch kaum bekannt sind, erfolgt die Therapie symptomatisch und muss dem einzelnen Patienten angepasst sein.

 

Wie entstehen Reizdarm-Beschwerden – was sind FODMAPs?

Schon in den 80er und 90er Jahren konnte in Studien nachgewiesen werden, dass bei Reizdarm-Patienten ein Zusammenhang besteht zwischen der Aufnahme von kurzkettigen Kohlehydraten (Fruktose und Sorbitol) und einer Verschlechterung der Beschwerden.

Die meisten Beschwerden des Reizdarm-Syndroms, wie Bauchschmerzen, Druck- und Völlegfühl, Blähungen, Stuhlveränderungen etc., können auf eine übermäßige Aufdehnung (Blähung) des Darmes zurück geführt werden. Bestimmte Bestandteile der Nahrung treiben den Darm auf, weil sie vermehrt Flüssigkeit in den Darm einlagern oder weil sie durch die Darmbakterien vergoren (fermentiert) werden, wobei Gase entstehen , die den Darm auftreiben. Hauptsächlich entsteht bei dieser Fermentierung Wasserstoff (H2), der im Rahmen der Diagnostik, über einen Wasserstoff-Atemtest nachgewiesen werden kann.

Bei diesen schwer absorbierbaren, fermentierbaren Nahrungsbestandteilen handelt es sich um eine Gruppe von Zuckern – kurz FODMAP genannt:

Fermentierbare   (von Darmbakterien schnell abbaubar)

Oligosaccaride    (Mehrfachzucker: Fruktane, Galakto-Oligosaccharide)

Disaccaride         (Zweifachzucker: Laktose)

Monosaccaride    (Einfachzucker: Fruktose)

And                    (und)

Polyole               (Zuckeralkohole: Sorbit, Mannit, Xylit,Maltit)

 

 

Welche Nahrungsmittel enthalten FODMAPs?

 Fruktane kommen vor allem in Weizenprodukten (Brot, Nudeln, Frühstücksflocken) und in einigen Gemüse- und Obstsorten vor. Fruktane sind die häufigste Ursache für Reizdarm-Beschwerden, weil sie von den meisten Menschen in größeren Mengen verzehrt werden.

 Galakto-Oligosaccaride (GOS) sind insbesondere in Hülsenfrüchten, wie Bohnen, Linsen und Kichererbsen enthalten.

Aufgrund fehlender Enzyme können weder Fruktane noch GOS vom Menschen verdaut oder aufgenommen werden. Nur ein Teil hat allerdings auch Beschwerden dadurch.

 Disaccaride (Zweifachzucker) Der einzige Zweifachzucker, der Reizdarm-Symptome hervorrufen kann ist Milchzucker oder Laktose. Milchzucker kommt natürlicherweise in Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch, sowie in Erzeugnissen daraus vor. Menschen mit einer Laktose-Intoleranz verfügen nur über eine geringe Menge des Enzyms Laktase, das für die Aufspaltung der Laktose im Darm verantwortlich ist. Dementsprechend können nur geringe Mengen Laktose verarbeitet und vertragen werden.

 Monosaccaride (Einfachzucker) Der problemverursachende Vertreter ist hier der Fruchtzucker oder Fruktose. Fruktose ist in allen Früchten, Honig, Süßungsmitteln und in einigen Gemüsen (z.B. Zuckererbsen) und Getreiden (z.B. Weizen) enthalten. Wenn Fruktose zusammen mit Glukose auftritt kann sie gut resorbiert werden. Enthält ein Lebensmittel aber mehr Fruktose wie Glucose wird der Fruchtzucker nur langsam und unvollständig resorbiert. Deswegen spricht man von „Fruktose-Malabsorption“.

 Polyole (Zuckeralkohole) Natürlich kommen Polyole, wie Sorbit, Mannit, Maltit und Xylit in manchen Obst- und Gemüsearten vor. In der Lebensmittelindustrie werden sie häufig als Feuthaltemittel und Zuckeraustauschstoffe eingesetzt, insbesondere in „zuckerfreien“ Getränken, Kaugummis oder Bonbons. Als Lebensmittelzusatzstoffe haben sie E-Nummern, so dass man sie auf Lebensmittelverpackungen identifizieren kann: Sorbit (E420), Mannit (E421), Maltit (E965) und Xylit (E967).

 

Die Low-FODMAP-Diät!

 Sieht man sich in der Buchhandlung um oder recherchiert im Internet, so stößt man auf viele Ernährungsvorschläge und „Kuren“ bei Reizdarm-Syndrom, aber nur wenige können mit wissenschaftlichen Grundlagen oder Belegen die Wirksamkeit nachweisen. Für die Low-FODMAP-Diät wurde jedoch in Studien (z.B. Halmos EP, Power VA, Sheperd SJ, Gibson PR, Muir JG. A Diet Low in FODMAPs Reduces Symptoms of Irritable Bowel Syndrome. Gastroenterology. 2014;146:67-75) der wissenschaftliche Nachweis erbracht, dass sie die Symptome des Reizdarm-Syndroms deutlich reduzieren kann. Mit dieser Ernährungsweise lassen sich erwiesenermaßen bei drei Viertel aller Reizdarm-Patienten die Beschwerden lindern.

 

Wie kann man FODMAPs vermeiden? Vorgehen bei der Low-FODMAP-Ernährung.

 Nach der gesicherten Diagnose – Reizdarm-Syndrom – sollte zunächst im Patientengespräch geklärt werden, ob die Bereitschaft zu einer Ernährungsumstellung vorhanden ist. Im Vorfeld sollte ein Ernährungs- und Beschwerde-Tagebuch geführt werden. Die Mitarbeit des Patienten entscheidet über den Erfolg der Ernährungsumstellung und damit der gesamten Therapie.

Die Umstellung der Ernährung auf FODMAP-reduzierte Lebensmittel erfolgt in 3 Phasen:

  1. Phase: alle FODMAP-reichen Lebensmittel werden für 3-4 Wochen gemieden, bis die Beschwerden stark nachlassen oder verschwinden.
  2. Phase: es wird gezielt ausprobiert, welche Nahrungsmittel (-gruppen) in welchen Mengen vertragen werden kö Dies ist die individuelle FODMAPs-Toleranz.
  3. Phase: eine ausgewogene Ernährung mit möglichst wenigen persönlichen Nahrungseinschränkungen, die die Beschwerden ausreichend reduziert.

 

Folgende Tabelle soll eine Übersicht bieten, welche Alternativen es zu FODMAP-reichen Lebensmitteln geben kann und was eine Low-FODMAP-Ernährung enthalten kann:

 

 

Zu vermeiden

FODMAP-reich

Alternativen

FODMAP-arm

Obst

Apfel, Birne, Mango, Wassermelone, Nektarine, Kaki, weißer Pfirsich, Aprikose, Kirsche, Feige, Baumtomate Dosenobst, Fruchtsaft, Fruchtsoßen, Trockenobst, Honig, Fruktose, Fruktosesirup, Maissirup, Agavendicksaft

Banane, Blaubeere, Brombeere, Cranberry, Erdbeere, Grapfruit, Himbeere, Honigmelone, Kiwi, Limette, Mandarine, Orange, Passionsfrucht, Rhababer, Traube, Zitrone, Ananas

Gemüse

Spargel, Artischocken, Zuckererbse, Aubergine, Broccoli, Fenchel, Knoblauch, Kohl, Lauch/Porree, Rosenkohl, rote Beete, Zwiebeln, Bohnen, Linsen, Mais, Kichererbsen

Avocado, Bambus-/Bohnen-Sprossen, Gemüsepaprika, Karotten, Blumenkohl, Bleichsellerie, Chinakohl, Schnittlauch, Gurke, Endivie, Ingwer, Kopfsalat, Pilze, Oliven, Pastinaken, grüne Bohnen, Kartoffeln, Kürbis, Mangold, Spinat, Tomate, Zucchini, Tofu, Kräuter

Getreide

Weizen, Roggen, Gerste und deren Produkte, Brot, Nudeln, Coucous

Glutenfreies Mehl/Brot, Dinkel, Reis, Hafer, Hirse, Polenta, Quinoa, Tapioka, Flohsamen

Milchprodukte

Kuh- Schaf-oder Ziegenmilch, sowie Produkte, Rahm, Frischmilchkäse, Hüttenkäse, Ricotta, Mascarpone, Eiscreme, Pudding, Desserts auf Milchbasis, Milchpulver, Kondensmilch, Joghurt

Laktosefreie Milch, Sojamilch, Reis-, Hafer-, Mandel- und Quinoa-Milch und Erzeugnisse daraus, gereifter Käse (Brie, Gouda, Emmentaler, Camenbert, Parmesan etc.)

andere

Pistazien, Cashewnüsse, Kekse, Weizenkleie, Inulin, Süßungsmittel Sorbit, Mannit, Maltit, Xylit, Isomalt, Polydextrose und alle Erzeugnisse, die damit gesüsst sind (Kaugummi, Bonbons, Getränke)

Bohnenkaffee, Tee, Leinsamen, Haferkleie, Reiskleie, weißer Haushaltszucker (begrenzt), Rohrzucker, Traubenzucker, Ahornsirup, Melasse, Erdnussbutter, Nutella, Aspartam, Saccarin, Stevia

 

 

Leaky Gut Syndrom (LGS) – der durchlässige Darm.

Der Begriff „Leaky Gut“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „durchlässiger Darm“.

Der gesunde Darm muss einerseits für bestimmte Flüssigkeiten und Nährstoffe durchlässig sein, die aus dem Darminneren in den Blutkreislauf aufgenommen werden, andererseits ist die Darmschleimhaut eine natürliche Schutzbarriere, die schädliche Stoffe und Krankheitserreger im Darm zurückhält. Die Darmschleimhaut (Mukosa) und die nützlichen Darmbakterien (Darmflora), welche die Schleimhaut wie eine Schutzschicht überziehen bilden ein hochkomplexes System, das leicht durch ungünstige Ernährung, Stress, Infektionen, und häufige Antibiotika-Gaben aus dem Gleichgewicht gerät, so dass der Darm durchlässig wird. Dadurch können schädliche Stoffe, wie unvollständig abgebaute Lebensmittelbestandteile, Stoffwechselabfallprodukte und sogar gefährliche Bakterien in den Blutkreislauf gelangen. Das körpereigene Immunsystem erkennt diese Schadstoffe als „Eindringlinge“ und reagiert mit einer überschießenden entzündlichen oder allergischen Immunreaktion.

Viele chronische Krankheiten (siehe unten) können also auf eine Schädigung der Darmschleimhaut zurückgeführt werden. Oft wird aber das scheinbar betroffene Organ, nicht aber die eigentliche Ursache, nämlich der geschädigte Darm, behandelt.

Wie kommt es zum Leaky Gut Syndrom – Was macht den Darm durchlässig?

Durch verschiedene äußere Einflüsse kann sich die Darmflora und damit auch die Beschaffenheit der Darmschleimhaut ändern. Die sonst dichten Verbindungen zwischen den Darmschleimhaut-Zellen werden aufgelöst. Die Darmschleimhaut wird durchlässiger und funktionsuntüchtig. Es kommt zum „Leaky Gut Syndrom“, das heißt Giftstoffe, Krankheitserreger und Keime können ungehindert aus dem Darm in de Körper eindringen und dort Abwehrreaktionen des Immunsystems hervorrufen.

Bekannte Nahrungsbestandteile, die das „Leaky Gut Syndrom“ hervorrufen können:

  • Gluten (in Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer)
  • Lektine (in fast allen Getreiden, grüne Tomaten)
  • Diverse Aromen, Konservierungsstoffe und Nahrungszusätze
  • Fermentiertes Essen (z.B. Essig, Wein, Sojasosse, Tofu)
  • Falsche Ernährung mit viel Zucker, Alkohol, Weißmehl, Koffein, Schokolade, Kakao, Kaffee, Tee
  • Antibiotika, Schmerzmittel (z.B. Aspirin) und andere Medikamente (z.B. Cortison, Chemotherapie)

Weitere Faktoren, welche die Durchlässigkeit des Darmes verursachen können:

  • Stress
  • Chronische entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Chrom, Colitis ulcerosa)
  • Chronische Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)
  • Mykosen (Pilzerkrankungen, wie Candida und Alfatoxine)
  • Nahrungsmitelallergien und –intoleranzen
  • Parasitenbefall
  • Rauchen
  • Schwermetalle wie Quecksilber (aus Amalgan), Palladium (z.B. aus Zahnersatz) Blei, Cadmium, Nickel, Chrom
  • Strahlentherapie
  • Operationen

Dabei ist bei jedem Mensch die Empfindlichkeit für die unterschiedlichen Auslöser verschieden. Beispielsweise entstehen bei jedem Menschen „Löcher“ durch die Aufnahme von Gluten, aber bei den meisten schließen sie sich ziemlich schnell wieder, während sie bei anderen länger offen bleiben.

Welche Beschwerden kann ein durchlässiger Darm verursachen – Bin ich betroffen?

Infolge des Leaky Gut Syndroms gelangen zahlreiche schädliche Stoffe, Gifte und Krankheitserreger in den ganzen Körper und führen zu vielfältigen Beschwerden.

Die körpereigene Entgiftung, besonders in der Leber ist permanent überlastet und kann zusätzliche Belastungen, z.B. durch Alkohol oder Medikamente kaum noch bewältigen. Man fühlt sich schlapp und müde, wie bei einem schweren Infekt.

Auch nicht vollständig abgebaute Lebensmittelbestandteile durchdringen die löchrige Darmbarriere und werden in dieser Form vom Immunsystem als schädlich betrachtet. Der Körper bildet Abwehrstoffe (Antikörper) dagegen und es entsteht eine Nahrungsmittelallergie oder Intoleranz.

Das überaktive Immunsystem greift sogar den eigenen Körper an und es kommt zu Autoimmunerkrankungen. Die schädlichen Substanzen zusammen mit der Immunreaktion führen zu chronischen Entzündungen und Schmerzen. Entstehende Krebszellen können wegen der permanenten Überforderung des Immunsystems nicht zerstört werden, was zu einer Erhöhung des Krebsrisikos führt.

Da die Nahrung unzureichend verdaut und durch lokale Darmentzündungen schneller ausgeschieden wird können die gesunden Nahrungsbestandteile nur schlecht aufgenommen werden. Es kommt zur mangelhaften Versorgung des Körpers mit Nährstoffen und zur Unterversorgung mit bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen.

Da die Verdauung Auswirkung auf fast alle Funktionskreisläufe des Körpers hat, sind mögliche Symptome sehr vielfältig und oft auch unspezifisch:

  • Ständige Infekte
  • Entzündungen und Schmerzen im Unterleib
  • Allergien, Heuschnupfen, Juckreiz
  • Asthma
  • Arthritis
  • Immunsystemschwächung
  • Autoimmunerkrankungen
  • Verdauungsbescherden
  • Bauchkrämpfe
  • Völlegefühl, Blähungen, Durchfälle
  • Reizdarm
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • Erschöpfung und Chronische Müdigkeit
  • Depressionen, Angstzustände
  • Aufmerksamkeitsdefizit(ADHS)
  • Gedächtnisschwäche
  • Nervosität, Stimmungsschwankungen
  • Ekzeme
  • Rheumatische Erkrankungen, Fibromyalgie (Muskelrheuma)
  • Fieber
  • Gefäßerkrankungen, Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck
  • Erhöhte Leberwerte
  • Lupus
  • Multiple chemische Sensibilität (MCS)
  • Pilzerkrankungen
  • Morbus Chron
  • Multiple Sklerose
  • Schmerzen in Muskeln und Gelenken
  • Migräne
  • Nahrungsmittelallergien, bzw. Intoleranzen
  • Neurodermitis
  • Psoriasis
  • Schilddrüsenerkrankung
  • Vitamin- und Mineralstoffmangel
  • Zölliakie (Glutenintoleranz)

Das Syndrom der durchlässigen Darmschleimhaut (Leaky Gut Syndrom) entwickelt sich über einen längeren Zeitraum, so dass zunehmend chronische Beschwerden auftreten, die durch ein geschwächtes, überfordertes Immunsystem und die Stoffwechselstörungen verursacht werden.

Wie kann man ein Leaky Gut Syndrom feststellen?

Zunächst sollten durch eine gezielte und ausführliche Anamnese, sowie geeigneten Voruntersuchungen andere Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Es gibt verschiedene Tests, um eine vermehrte Durchlässigkeit (intestinale Permeabilität) der Darmschleimhaut nachweisen zu können. Man kann beispielsweise den Zustand und die Funktionsfähigkeit des Darms anhand der Laborparameter alpha-1-Antitrysin im Stuhl und Zonulin und LPS im Serum, beurteilen. Weitere Parameter können in einem spezialisierten Labor untersucht werden.

Haben sich bereits Nahrungsmittel-Allergien, bzw. Intoleranzen entwickelt, so können entsprechende Antikörper im Blut nachgewiesen werden.

Wie kann man einen durchlässigen Darm bahandeln?

Als Betroffener möchte man natürlich so schnell wie möglich etwas unternehmen, wenn man die Diagnose „Leaky Gut Syndrom“ erhält. Es bestehen gute Chancen zur Heilung des Darms, wenn man als Patient aktiv die Umstellung der Ernährung und der Lebensweise angeht. Dazu gehören eine ballaststoffreiche Kost mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, falls dies vertragen werden, sowie so wenig Zucker und Weißmehl, wie möglich. Nur dann ist eine nachhaltiger Effekt der Therapie zu erwarten.

Die Therapie lässt sich kurz in vier Punkten umschreiben:

  1. Vermeidung der auslösenden Nahrungsmittel oder Zusätze, sowie, falls medizinisch vertretbar, auslösender Medikament. Vermeidung von Stress und anderen auslösenden Faktoren.
  2. Regeneration der geschädigten Darmwände. Schließen der „Löcher“.
  3. Unterstützende Maßnahmen zum Aufbau einer gesunden Darmflora.
  4. Im Bedarfsfall ein vorübergehender Ausgleich eines Vitamin- und Mineralstoffmangels durch Nahrungsergänzungen.

Bei den meisten Betroffenen führt diese Vorgehensweise zu einer deutlichen Minderung der Beschwerden. Viele Lebensmittel, die vorher unverträglich waren, können nach dem Wiederaufbau der natürlichen Darmbarriere, wieder ohne Probleme gegessen werden. Die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden werden entscheidend verbessert.

 

Woran man noch denken muss: Helicobacter-pylori – der Erreger der auf den Magen schlägt.

Eine Infektion mit dem Helicobacter-pylori erfolgt oft schon im Kindesalter. Das Bakterium verhält sich oft jahrelang unauffällig, so dass der Betroffene nichts davon merkt. Man geht davon aus dass jeder dritte Deutsche und sogar die Hälfte der Weltbevölkerung den Keim in sich trägt. Der Weg der Infektion ist allerdings noch nicht zweifelsfrei bekannt.

Ist eine Infektion mit Helicobacter-pylori erfolgt, nistet sich der gefährliche Erreger in der Schleimschicht der Magenwand ein und verteilt sich auf die gesamte Magenschleimhaut. Ohne Behandlung versteckt er sich lebenslang im Magen, eine Selbstheilung ist nahezu ausgeschlossen. Auf die Dauer reagieren die Zellen der Magenschleimhaut gereizt und eine chronische Entzündung (Gastritis) entsteht. Diese bleibt mitunter lange unentdeckt, da sie keine Beschwerden verursacht oder sich nur mit unspezifischen Symptomen bemerkbar macht: 

  • Schmerzen oder Druck im Oberbauch
  • Ständiges Völlegefühl, Appetitlosigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Durchfall
  • Sodbrennen
  • Blähungen
  • Mundgeruch 

Leidet man häufig unter solchen Beschwerden, sollte zur Abklärung ein Spezialist aufgesucht werden. Besonders, da die Vorschädigung der Magenschleimhaut durch den Helicobacter-pylori ein erhöhtes Risiko birgt an Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder sogar an Magenkrebs zu erkranken.

Da das körpereigene Immunsystem Antikörper gegen den gefährlichen Erreger bildet, können diese leicht im Blut nachgewiesen und eine Helicobacter-pylori-Infektion so sicher erkannt werden.

Wir bieten in unserer Praxis einen Helicobacter-pylori-Schnelltest an, der Ihnen in kürzester Zeit sicher Klarheit über eine Erkrankung bringt.

Nach gesicherter Diagnose über eine Helicobacter-pylori-Infektion kann man mit einer Kombination aus 3 Wirkstoffen in Tablettenform die Infektion schnell und effektiv behandeln. Die Beschwerden verschwinden meist schon innerhalb weniger Tage und es kommt nur sehr selten zu Rückfällen oder erneuten Ansteckungen.

Diagnosepraxis im Arabellahaus

Dr. B. Kada Benotmane

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